Willkommen beim IHRE Sicherheit Blog!

In unserem Blog dreht sich alles um Arbeitsschutz, Gefahrstoffe und persönliche Schutzausrüstung (PSA). Hier finden Sie praktische Tipps, fundiertes Wissen und aktuelle Informationen zu Themen, die Ihre Sicherheit am Arbeitsplatz und bei Arbeiten im privaten Umfeld verbessern.

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23.03.2024

Was tun bei Schimmel im Haus oder der Wohnung?

Schimmelbefall ist unansehnlich und kann ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Insbesondere Personen, die Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten durchführen, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Auch Privatpersonen, die an Ihrem neu erworbenen Haus Reparationsarbeiten durchführen, finden in diesem Artikel wertvolle Informationen und Tipps für den sicheren Umgang mit Schimmel. 

Warum sind Schutzanzüge wichtig?

Gesundheitsschutz: Schimmelsporen können Atemwegsprobleme, Allergien und andere gesundheitliche Beschwerden verursachen. Ein Schutzanzug verhindert, dass diese Sporen mit der Haut in Kontakt kommen. Tragen Sie dazu immer auch einen passende Atemschutzmaske vom Typ FFP2 oder FFP3. 

Vermeidung von Hautkontakt: Schimmel kann Hautreizungen und allergische Reaktionen hervorrufen. Ein Schutzanzug schützt die Haut vor direktem Kontakt mit Schimmelsporen.

Minimierung der Kontamination: Schutzanzüge verhindern, dass Schimmelsporen an Kleidung und Haut haften und so in andere Bereiche getragen werden.

Empfehlungen für weitere Schutzkleidung bei Schimmel

Neben dem Schutzanzug sollten Personen, die mit Schimmel arbeiten, auch folgende Schutzkleidung tragen:

Schutzbrille: Schimmelsporen können die Augen reizen. Eine eng anliegende Vollsichtbrille schützt die Augen vor direktem Kontakt.

Mundschutz: Ein Mundschutz verhindert das Einatmen von Schimmelsporen.

Handschuhe: Handschuhe schützen die Hände vor direktem Kontakt mit Schimmel und den verwendeten Reinigungsmitteln.

Schutzschuhe: Schimmelsporen können auch über die Schuhsohlen verbreitet werden. Einweg-Schuhüberzieher sind eine gute Ergänzung.

Wann sollte eine professionelle Schimmelbeseitigung in Betracht gezogen werden?

Es gibt eine wichtige Grenze, ab der der Schimmelbefall durch eine professionelle Firma beseitigt werden sollte: 0,5 m². Wenn der Schimmelbefall größer ist, ist eine fachgerechte Sanierung erforderlich, um die Gesundheit der Bewohner zu schützen.

Fazit

Der Einsatz von Schutzanzügen und anderer Schutzkleidung ist unerlässlich, um die Gesundheit und Sicherheit bei der Schimmelentfernung zu gewährleisten. Denken Sie daran, dass Ihre Gesundheit immer an erster Stelle stehen sollte, und bei größeren Schimmelbefällen sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

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22.03.2024

Was bedeutet FFP?

FFP steht für “Filtering Face Piece”, was übersetzt so viel wie “filternde Halbmaske” bedeutet1. Es handelt sich um eine Norm, die innerhalb der gesamten EU gilt. FFP-Masken dienen dem Schutz des Maskenträgers vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen. Sie sind fester Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung in vielen Gewerken und finden auch bei Heimwerkern, Künstlerinnen und in vielen Hobbies Anwendung.

Was sind die verschiedenen FFP-Schutzklassen?

Es gibt drei Schutzklassen von FFP-Masken: FFP1, FFP2 und FFP3. Jede Klasse bietet einen unterschiedlichen Grad an Schutz und ist für verschiedene, Tätigkeiten, Umgebungen und Risikostufen geeignet.

FFP1-Masken - ungiftiger Staub

  1. Holzbearbeitung: FFP1-Masken können in der Holzbearbeitung verwendet werden, um vor Holzstaub zu schützen, der beim Schneiden oder Schleifen entsteht.
  2. Bauarbeiten: Bei Bauarbeiten, bei denen nicht giftige Stäube entstehen, wie zum Beispiel Gips- oder Kalkstaub, können FFP1-Masken zum Einsatz kommen.
  3. Landwirtschaft: In der Landwirtschaft können FFP1-Masken zum Schutz vor Staubpartikeln verwendet werden, die beim Umgang mit Getreide oder Heu entstehen.

FFP1-Masken bieten den geringsten Schutz der drei Klassen. Sie filtern mindestens 80% aller Partikel bis zu einer Größe von 0,6 µm und dürfen eingesetzt werden, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert nicht höher als bis um das 4-fache überschritten wird. Diese Masken sind für Arbeitsumgebungen geeignet, in denen weder giftige noch lungengängige Stäube (Quarz-, Mehl- oder Asbeststaub) und Aerosole zu erwarten sind.

FFP2-Masken - giftiger Staub und Keime

  1. Gesundheitswesen: FFP2-Masken werden häufig im Gesundheitswesen eingesetzt, um medizinisches Personal vor luftübertragbaren Infektionserregern zu schützen.
  2. Pharmazeutische Industrie: In der pharmazeutischen Industrie können FFP2-Masken zum Schutz vor dem Einatmen von pharmazeutischen Pulvern oder Chemikalien verwendet werden.
  3. Umgang mit Asbest: Bei Arbeiten, bei denen Asbestfasern freigesetzt werden könnten, wie zum Beispiel bei Renovierungs- oder Abbrucharbeiten, können FFP2-Masken zum Einsatz kommen.

FFP2-Masken bieten einen höheren Schutzgrad als FFP1-Masken. Sie filtern mindestens 94% aller Partikel bis zu einer Größe von 0,6 µm. Sie bieten Schutz vor festen und flüssigen gesundheitsschädlichen Partikeln und Aerosolen sowie Schutz vor luftübertragbaren Infektionserregern.

FFP3-Masken - Gefahrstoffe

  1. Umgang mit hochgiftigen Stoffen: FFP3-Masken bieten den höchsten Schutz und werden daher bei Arbeiten mit hochgiftigen Stoffen wie z.B. Schwermetallen (Chrom, Cadmium, Quecksilber) verwendet.
  2. Biologische Labore: In biologischen Laboren können FFP3-Masken zum Schutz vor gefährlichen biologischen Agenzien  (, Bakterien, Viren, Zytostatika) verwendet werden.
  3. Umgang mit radioaktiven Materialien: Bei Arbeiten mit radioaktiven Materialien, wie sie in der Nuklearmedizin oder in Kernkraftwerken vorkommen, können FFP3-Masken zum Einsatz kommen.

FFP3-Masken bieten den höchsten verfügbaren Schutzgrad. Sie filtern mindestens 99% aller Partikel bis zu einer Größe von 0,6 µm. FFP3-Masken bieten Schutz vor festen und flüssigen gesundheitsschädlichen und giftigen Partikeln und Aerosolen sowie Schutz vor luftübertragbaren Infektionserregern.

Welche FFP-Maske ist die Richtige - Fazit

Die Wahl der richtigen Atemschutzmaske kann einen großen Unterschied für Ihre Gesundheit und Sicherheit machen. Es ist wichtig, die verschiedenen FFP-Schutzklassen zu verstehen und die richtige Maske für Ihre spezifischen Bedürfnisse auszuwählen. Denken Sie daran, dass selbst die beste Maske nur dann wirksam ist, wenn sie richtig getragen und gepflegt wird. 

Die genannten Schutzklassen für die verschiedenen Einsatzbereiche stellen lediglich Mindeststandards dar und sollen Ihnen als Leitfaden dienen. Es obliegt Ihnen, vor dem Gebrauch zu überprüfen, ob das Atemschutzgerät den Anforderungen hinsichtlich des Gefahrstoffs und der Konzentrationen gerecht wird. Lassen Sie die Auswahl der passenden persönlichen Schutzausrüstung eine vor Ort durchgeführte Beurteilung durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit durchführen.

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19.03.2024

In Arbeitsumgebungen, wie Laboren, Apotheken, Produktionsstätten der chemischen Industrie, kurz: Arbeitsplätze an denen mit gefährlichen Materialien gearbeitet wird, ist der Schutz der Mitarbeiter von größter Bedeutung. Einwegkittel sind eine gängige Form der persönlichen Schutzausrüstung (PSA), die dazu beitragen kann, die Exposition gegenüber potenziellen Gefahren zu minimieren. Dieser Blogbeitrag hebt die Vorteile von Einwegkitteln der PSA Kategorie 3 gegenüber Standard-Einwegkitteln hervor.  

Was ist ein Einwegkittel der PSA Kategorie 3?

Einwegkittel der PSA Kategorie 3 sind speziell dafür ausgelegt, die Trägerin vor Gefahren oder Gesundheitsschäden zu schützen. Sie bieten einen höheren Schutzgrad als Standard-Einwegkittel und sind ideal für den Einsatz in Umgebungen, in denen zwar Risiko besteht, dass der Träger mit gefährlichen Substanzen in Kontakt kommt, die Gefährdung jedoch nicht so groß ist, das ein Schutzanzug notwendig ist.

Vorteile von Einwegkitteln der PSA Kategorie 3

Einwegkittel der PSA Kategorie 3 bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber Standard-Einwegkitteln:

  • Erhöhter Schutz: Sie bieten einen höheren Schutzgrad und sind in der Lage, den Träger vor Gefahren oder Gesundheitsschäden durch Exposition mit Gefahrstoffen zu schützen.
  • Vielseitigkeit: Sie können in einer Vielzahl von Umgebungen eingesetzt werden, einschließlich solcher, in denen mit gefährlichen Chemikalien, biologischen Stoffen oder giftigen und ungiftigen Stäuben gearbeitet wird.
  • Komfort: Trotz ihres erhöhten Schutzniveaus sind sie oft so konzipiert, dass sie bequem zu tragen sind, was die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften erleichtert.

Der WeePro Labcoat: Eine kostengünstige und komfortable Alternative

Der WeePro Labcoat ist ein Einwegkittel der PSA Kategorie 3, der sowohl kostengünstig als auch komfortabel ist. Im Vergleich zum 4440 Kittel von 3M bietet er einen höheren Schutzgrad, aber zu einem geringerem Preis. Er ist bequem, was die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften erleichtert.

Fazit

Einwegkittel der PSA Kategorie 3 bieten einen deutlich höheren Schutzgrad als Standard-Einwegkittel. Er ist besonders in Situationen geeignet, in denen Schutz vor Partikeln und leichten Spritzern notwendig ist, ein Schutzanzug aber nicht erforderlich ist. er eignet sich auch sehr gut  als Kittel für Besucher. 

Der WeePro Labcoat ist eine kostengünstige und komfortable Alternative zu anderen Einweg Kitteln dar. Denken Sie immer daran, dass die Sicherheit an erster Stelle steht und dass die richtige PSA entscheidend für Ihren Schutz und den Ihrer Mitarbeiter ist.

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19.03.2024

Asbest ist ein natürlich vorkommendes, faseriges Silikatmineral, das aufgrund seiner Hitzebeständigkeit und Festigkeit in vielen Baumaterialien und Maschinen verwendet wurde. Obwohl Asbest inzwischen weitgehend verboten ist, ist es immer noch in vielen älteren Gebäuden und Maschinen zu finden.

Worauf Sie bei der Auswahl eines Asbestschutzanzugs achten sollten

Ein idealer Asbestschutzanzug sollte eine hohe Dichtigkeit gegen luftgetragene Partikel aufweisen. Dies bedeutet, dass das Material und die Nähte des Anzugs so beschaffen sein müssen, dass sie keine Asbestfasern durchlassen. Weitere wichtige Eigenschaften eines guten Asbestschutzanzugs sind:

  • Eine glatte Oberfläche, damit keine Partikel am Kleidungsstück haften bleiben
  • Ein fester Abschluss an den Arm- und Beinöffnungen (Elastikbänder an den Fuß- und Handgelenken)
  • Kompatibilität mit PSA-Zubehör (Masken, Schutzbrillen, Handschuhe)
  • Angenehm zu tragen, große Bewegungsfreiheit

Ihre Wahl des Schutzanzugs müssen Sie immer auf die spezifischen Anforderungen des Arbeitsplatzes und der Chemikalien, denen Sie ausgesetzt sind, abstimmen. Vor jeder Arbeit muss eine umfassende Risikobewertung gefolgt von vorbeugenden Maßnahmen durchgeführt werden. Arbeitgeber müssen die erforderlichen Arbeitsmittel einschließlich einer geeigneten persönlichen Schutzausrüstung bereitstellen. Arbeitnehmer sind verpflichtet diese auch zu benutzen.

Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sollten immer an erster Stelle stehen. Daher ist es unerlässlich, dass jeder, der mit Asbest arbeitet, über die richtige Schutzausrüstung verfügt und weiß, wie man sie richtig verwendet und pflegt.

Wichtiges zum Umgang mit Asbest

Der Umgang mit Asbest in Deutschland wird durch die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) geregelt. Insbesondere die TRGS 519 befasst sich mit Asbest und regelt Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten. 

Es gibt auch eine weitere Regelung, die TRGS 517, die sich mit Tätigkeiten mit potenziell asbesthaltigen mineralischen Rohstoffen und daraus hergestellten Gemischen und Erzeugnissen befasst.

Die Asbestsanierung und Entsorgung darf nur von speziell ausgebildeten und zertifizierten Fachleuten durchgeführt werden. Dies liegt daran, dass Asbestfasern, wenn sie eingeatmet werden, gesundheitsschädlich sind und Krankheiten wie Asbestose und Lungenkrebs verursachen können3. Daher ist es wichtig, dass diese Arbeiten von Fachleuten durchgeführt werden, die wissen, wie sie sich selbst und andere vor der Exposition gegenüber Asbest schützen können3.

Die Entsorgung von Asbest erfordert zudem spezielle Genehmigungen und muss auf einer dafür zugelassenen Deponie erfolgen. Es besteht eine Kennzeichnungspflicht als gefährlicher Sondermüll. Daher ist es wichtig, dass Sie sich an ein professionelles Unternehmen wenden, das Erfahrung mit der sicheren Handhabung und Entsorgung von Asbest hat.

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18.03.2024

Als Fachkraft für Arbeitssicherheit ist es meine Aufgabe, sicherzustellen, dass die richtigen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, insbesondere wenn es um potenziell gefährliche Materialien wie mineralische Dämmstoffe geht. Obwohl neue mineralische Dämmstoffe wie Glaswolle oder Steinwolle als unbedenklich gelten, ist der Schutz vor Staub eine der Mindestmaßnahmen, die Sie ergreifen müssen.

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Zu Ihrer persönlichen Schutzausrüstung sollten eine FFP2-Maske mit Ventil, eine Schutzbrille und passende Handschuhe gehören. Ein Staubschutzanzug kann Ihnen helfen, die gesundheitlichen Risiken von mineralischen Dämmstoffen zu minimieren. Die Fasern von Mineralwolle können unter Umständen krebserzeugend sein und haften an Ihrer Kleidung. Sie können den Arbeitsplatz verlassen und andere Räume kontaminieren, wo sie nachträglich eingeatmet werden können. Mit einem Einweg-Schutzanzug, den Sie nach Ende der Arbeit am Arbeitsplatz entsorgen, minimieren Sie dieses Risiko.

Es gibt verschiedene Arten von Staubschutzanzügen auf dem Markt, wie zum Beispiel den WeeBack Staubschutzanzug mit Spritzschutz von WeeSafe oder den WeeCover Blue von WeeSafe Staubschutzanzug Typ 5/6.

Gesundheitliche Belastungen durch Mineralwolle

Die Fasern von Mineralwolle können Hautreizungen und Belastungen von Augen und Lunge verursachen. Der Durchmesser der Mineralwollefasern beträgt etwa 5 Mikrometer. Sie sind sehr steif und können sich in die Haut einbohren, was einen unangenehmen Juckreiz auslöst. Bei längerer Exposition kann ein Gewöhnungseffekt eintreten, aber die Gefahr von Entzündungen bleibt bestehen.

Mineralwollefasern brechen quer, sodass immer kürzere Stücke entstehen. Mit genügend mechanischer Einwirkung werden aus Fasern Staubpartikel. Dieser Staub ist lungengängig und besitzt die potenziell krebserregenden Eigenschaften von anderen Stäuben. Der eingeatmete Staub kann auch zu vorübergehenden entzündlichen Reizungen der Atemwege führen.

Schutzmaßnahmen für die Arbeit mit Glaswolle

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihre Sicherheit bei der Arbeit mit Glaswolle zu gewährleisten. Dazu gehören:

  • Verwenden Sie bereits konfektionierte Dämmung, die Sie nicht mehr zuschneiden müssen.
  • Öffnen Sie die Verpackung der Dämmwolle erst am Arbeitsplatz, um die Kontamination anderer Bereiche zu verhindern.
  • Vermeiden Sie Erschütterungen – Fasern werden frei, wenn das Material geworfen wird oder aus der Höhe herunterfällt.
  • Schneiden Sie das Material auf einer festen Unterlage mit geeignetem Werkzeug, benutzen Sie wenn möglich einen Abzug oder Absauger.
  • Reinigen Sie den Arbeitsplatz nur mit einem Industriesauger Klasse M oder reinigen Sie feucht, um Staubaufwirbelungen zu vermeiden.
  • Halten Sie den Arbeitsplatz generell sauber, entsorgen Sie Abfälle in einem verschließbaren Behälter am Arbeitsplatz.
  • Bei staubintensiven Arbeiten im Freien, arbeiten Sie mit dem Rücken zum Wind und achten Sie darauf, dass keine Personen in der Staubfahne stehen.

Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sollten immer an erster Stelle stehen. Daher ist es unerlässlich, dass jeder, der mit mineralischen Dämmstoffen arbeitet, über die richtige Schutzausrüstung verfügt und weiß, wie man sie richtig verwendet und pflegt.

17. Oktober 2023

Der Traum vom Eigenheim ist wahr geworden. Sie haben sich mit einem Kredit von der Bank Ihren eigenen „Heimwerkertraum im Dornröschenschlaf“ gekauft. Einen echten „ungeschliffenen Diamanten”. Sie nehmen die Ausbaureserve auf dem Dachboden in Angriff und stellen fest, Ihr Haus ist mit alter Schlackewolle gedämmt. Raus mit dem Zeug, aber wohin genau?

Dämmung aus künstlichen Mineralfaserstoffen, kurz KMF, müssen über eine Deponie entsorgt werden. Neben Schlackewolle gehören auch Glasfaser- und Steinwolle zu den KMF-Dämmmaterialien. Für die Fachgerechte Entsorgung verpacken Sie die alte Dämmung in staubdichte Behälter oder Säcke und bringen diese zum Entsorger in Ihrer Nähe. Kleinere Mengen können Sie auch über einen Wertstoffhof entsorgen.

Was muss ich noch beachten?

Beim Umgang mit Glasfaserwolle oder anderen mineralischen Dämmstoffen müssen Sie sich schützen. Vor allem bei Glasfaserwolle, welche vor 1995 hergestellt wurde. Diese enthält kurze, lungengängige Faser, welche Krebserregend sind. Achten Sie also immer auf angemessenen Atemschutz. Eine FFP2 Maske mit Ventil schützt Sie vor Staub und lungengängige Partikel. Ein Kittel oder Staubschutzanzug sorgt dafür, dass Sie Fasern nicht vom Arbeitsplatz in andere, saubere Bereiche mitnehmen. Tragen Sie zusätzlich dazu noch Handschuhe, um sich vor Hautirritationen zu schützen. Legen Sie die Arbeitskleidung am Arbeitsplatz am und Entsorgen Sie diese ebenfalls über staubdichte Beutel oder Behälter.

Alternativen zu Glasfaserwolle

Nun, da die alte Dämmung entfernt und fachgerecht entsorgt wurde, können Sie sich Gedanken über Alternativen machen.

Hier einige Beispiele:

  1. Holzfasern: Holzfaserdämmstoffe sind eine umweltfreundliche Alternative zu Glasfaserwolle und Mineralwolle. Sie sind aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und können in stabiler Plattenform erworben werden.
  2. Zellulose: Zellulose ist ein weiterer umweltfreundlicher Dämmstoff, der aus recyceltem Papier hergestellt wird.
  3. Hanf: Hanfdämmung ist eine weitere umweltfreundliche Alternative zu Glasfaserwolle und Mineralwolle. Sie ist aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und hat hervorragende Dämmeigenschaften1.

Weitere Informationen finden Sie hier:

BG Bau – Umgang mit Mineralwolle

DGUV – Schutzmaßnahmen für Tätigkeiten mit Mineralwolle

16. Juni 2023

Die Sicherheit am Arbeitsplatz hat oberste Priorität, insbesondere wenn es um den Umgang mit Gefahrstoffen geht. Eine zeiteffiziente und rechtskonforme Gefährdungsbeurteilung und die Umsetzung angemessener Schutzmaßnahmen sind entscheidend, um das Risiko für Mitarbeiter zu minimieren. Hier kommt das EMKG-Konzept (Erforderliche Maßnahmen Konzept Gefahrstoffe) ins Spiel. Es bietet einen strukturierten Ansatz, der unabhängig vom Kenntnis- und Ausbildungsstand angewendet werden kann. In diesem Blogbeitrag werden wir das EMKG-Konzept genauer betrachten und anhand von praxisnahen Beispielen seine Anwendung verdeutlichen.

16. Juni 2023

Welche Bestandteile enthält das EMKG?

Informationsermittlung und Substitutionsprüfung: Um mit dem EMKG-Konzept zu beginnen, ist eine gründliche Informationsermittlung erforderlich. Ein Unternehmen, das beispielsweise Lösungsmittel in einem Reinigungsprozess verwendet, könnte feststellen, dass diese Stoffe gesundheitsgefährdend sind. Im Rahmen der Substitutionsprüfung wird geprüft, ob es alternative, weniger gefährliche Substanzen gibt, die den gleichen Zweck erfüllen. Hier könnte das Unternehmen auf umweltfreundlichere Reinigungsmittel umsteigen.

Ableitung von spezifischen Gefährdungen: Nach der Substitutionsprüfung geht es darum, die spezifischen Gefährdungen zu identifizieren, die mit den verwendeten Gefahrstoffen einhergehen. Ein Beispiel dafür wäre die Arbeit mit Asbest. Hier ist es wichtig, die Gefahren im Zusammenhang mit Asbestexposition zu verstehen, wie z.B. das Risiko von Asbestose oder Lungenkrebs.

Entscheidungen zu erforderlichen Schutzmaßnahmen: Basierend auf den identifizierten Gefährdungen werden die erforderlichen Schutzmaßnahmen festgelegt. Bei der Arbeit mit Chemikalien könnten dies persönliche Schutzausrüstungen wie Schutzbrillen, Handschuhe und Atemschutzmasken sein. Darüber hinaus können technische Maßnahmen wie Belüftungssysteme oder Absauganlagen erforderlich sein.

Wirksamkeitsprüfung und Dokumentation: Um sicherzustellen, dass die getroffenen Schutzmaßnahmen wirksam sind, ist eine regelmäßige Überprüfung erforderlich. Hierbei könnte beispielsweise die Wirksamkeit der Belüftungssysteme überprüft werden, um sicherzustellen, dass die Konzentration gefährlicher Dämpfe in akzeptablen Grenzen bleibt. Zudem ist die Dokumentation aller durchgeführten Maßnahmen und deren Ergebnisse von großer Bedeutung, um die Nachvollziehbarkeit und Transparenz sicherzustellen.

 

Fazit

Das EMKG-Konzept bietet eine strukturierte Vorgehensweise zur Gefährdungsbeurteilung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen im Umgang mit Gefahrstoffen. Es ermöglicht Unternehmen, unabhängig vom Kenntnis- und Ausbildungsstand, die erforderlichen Schritte durchzuführen und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Durch die Anwendung des EMKG-Konzepts werden potenzielle Gefährdungen erkannt, geeignete Schutzmaßnahmen abgeleitet und deren Wirksamkeit überprüft. Letztendlich trägt das EMKG-Konzept dazu bei, Arbeitsplätze sicherer zu machen und das Risiko für Mitarbeiter zu minimieren.

 

Und wie geht es weiter?

In meinem EMKG-Workshop lernt Ihr alle Instrumente und Praktiken kennen. Die Anwendung des gelernten ist Teil des Workshops. Übungen in der Gruppe, Erfahrungsaustausch aus deiner Berufspraxis und Raum für Deine Fragen sind fest eingeplant.

Vermittelte Inhalte:

  • die Anwendung der EMKG-Drehscheiben sowie
  • die vergleichbare Ermittlung der Ergebnisse über die kostenlose EMKG-App
  • die notwendige Dokumentation, unter Nutzung des EMKG-Modules (Stand-Alone-Version 0.33.0)

Über den Button gelangen Sie zur Info-Page und zur Anmeldung zum Workshop

25. Januar 2023

Es gibt fast genauso viele Schutzanzüge, wie es Gefahrstoffe gibt. Wenn die eigene Gesundheit nur durch einen Overall von ätzenden Säuren oder schlimmeren geschützt wird, dann soll dieser Overall auch der Richtige sein. Aber woher wissen Sie, ob Ihre Wahl auch dir Richtige ist? Dieser Artikel hilft Ihnen weiter.

Welche Eigenschaften hat der richtige Schutzanzug für Chemie?

Achten Sie bei der Auswahl Ihres Chemikalienschutzanzugs auf folgende Faktoren:

  1. Chemikalienbeständigkeit: Der Anzug muss gegen die Chemikalien beständig sein, mit denen der Träger in Kontakt kommen wird.
  2. Atmungsaktivität: Der Anzug muss atmungsaktiv sein, um sicherzustellen, dass der Träger genügend Sauerstoff bekommt und die Feuchtigkeit entweichen kann.
  3. Passform: Der Anzug muss richtig passen, um sicherzustellen, dass er den Schutz bietet, den er soll.
  4. Beweglichkeit: Der Anzug sollte genug Beweglichkeit ermöglichen, damit der Träger seine Arbeiten problemlos ausführen kann.
  5. Haltbarkeit: Der Anzug sollte robust und langlebig sein, um mehrere Einsätze und Wäschen zu überstehen.
  6. Gewicht: Der Anzug sollte nicht zu schwer sein, um den Träger nicht zu belasten und ihm genug Beweglichkeit zu ermöglichen.

Stellen Sie sicher, dass der Anzug den Anforderungen des Trägers entspricht und dass er regelmäßig gewartet wird und ersetzt wird, wenn es notwendig ist.

Welche Arten von Chemieschutzanzügen gibt es?

Es gibt verschiedene Typen von Chemieschutzanzügen, die je nach Anwendungsgebiet und Schutzbedürfnis unterschiedlich geeignet sind. Einige Beispiele sind:

  1. Tyvek-Anzüge: Diese Anzüge sind luftdurchlässig und bieten einen gewissen Schutz gegen Partikel und Aerosole. Sie sind jedoch nicht beständig gegen flüssige Chemikalien.
  2. PVC-Anzüge: Diese Anzüge bieten einen guten Schutz gegen flüssige Chemikalien und sind langlebig und robust. Sie sind jedoch nicht atmungsaktiv und können bei längerem Tragen unbequem sein.
  3. Neopren-Anzüge: Diese Anzüge bieten einen guten Schutz gegen flüssige Chemikalien und sind beständig gegen Öle und Säuren. Sie sind jedoch nicht luftdurchlässig und können bei längerem Tragen unbequem sein.
  4. Butyl-Anzüge: Diese Anzüge bieten einen guten Schutz gegen Chemikalien, insbesondere gegen Säuren und Laugen. Sie sind jedoch schwer und nicht atmungsaktiv.
  5. Laminated-Anzüge: Diese Anzüge sind atmungsaktiv und bieten einen guten Schutz gegen flüssige Chemikalien. Sie sind jedoch teurer als andere Typen von Anzügen.
  6. Kombinations-Anzüge: Diese Anzüge bestehen aus mehreren Schichten und bieten einen breiteren Schutz gegen eine Vielzahl von Chemikalien.

Beachten Sie, dass die Wahl des richtigen Anzugs auf die Anforderungen des Arbeitsplatzes und der Chemikalien, denen der Träger ausgesetzt ist, abgestimmt werden sollte. Holen Sie sich Empfehlungen von Ihrem Gefahrstoffbeauftragten und der Fachkraft für Arbeitssicherheit ein.

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14. November 2022

Neue mineralischen Dämmstoffen, wie Glaswolle oder Steinwolle, gelten als unbedenklich, dennoch gehört der Schutz vor Staub zu den Mindestmaßnahmen, die Sie ergreifen müssen. Tragen Sie eine FFP2 Maske mit Ventil, eine Schutzbrille und passende Handschuhe und Sie sind auf der sicheren Seite. Ein Staubschutzanzug hilft Ihnen die gesundheitlichen Risiken von mineralischen Dämmstoffen zu minimieren. Die Fasern von Mineralwolle können unter Umständen krebserzeugend sein. Die Fasern haften an Ihrer Kleidung und können auf diese Art den Arbeitsplatz verlassen. Die Glaswolle Fasern kontaminieren dann unbemerkt andere Räume und können nachträglich eingeatmet werden. Mit einem Einweg Schutzanzug, den Sie nach Ende der Arbeit am Arbeitsplatz entsorgen, minimieren Sie dieses Risiko.

Welche gesundheitlichen Belastungen kann Mineralwolle hervorrufen?

Hautreizung durch Glaswolle

Der Durchmesser der Mineralwolle Fasern beträgt circa 5 Mikrometer. Die Fasern sind sehr steif und spießen sich in die Haut ein, das löst einen unangenehmen Juckreiz aus. Bei längerer Exposition tritt ein Gewöhnungseffekt ein, die Gefahr von Entzündungen bleibt jedoch erhalten. Eine allergische Reaktion auf die Fasern selbst ist nicht bekannt, aber die Zusatzstoffe im Dämmmaterial, wie Kunstharz, können allergische Reaktionen auslösen. Ist Ihre Haut durch Kontakt mit Fasern gereizt, dann entfernen Sie die Fasern unter laufendem Wasser mit milder Seife. Wischen Sie die Fasern vorsichtig mit einem Waschlappen ab, vermeiden Sie es danach an den betroffenen Stellen zu Reiben oder zu Kratzen. Dadurch treiben Sie die Fasern nur tiefer in die Haut.

Belastungen von Augen und Lunge durch Glaswolle

Mineralwolle Fasern brechen quer, sodass immer kürzere Stücke entstehen. Mit genügend mechanischer Einwirkung werden aus Fasern Staubpartikel. Dieser Staub ist lungengängig und besitzt die potentiell krebserregenden Eigenschaften von anderen Stäuben. Der eingeatmete Staub kann auch zu vorübergehenden entzündlichen Reizungen der Atemwege führen. Einmal in der Lunge angekommen, haben moderne Dämmstoffe eine Halbwertzeit von circa 40 Tagen bis sie zu 50% abgebaut sind, ältere Dämmstoffe haben eine Halbwertzeit von mehreren Hundert Tagen. Verlassen die Fasern die Lunge wieder, verlieren Sie auch ihre krebserzeugende Wirkung. Das Risiko, welches vom Staub ausgeht, minimieren Sie mit einer FFP2 Maske. Tragen Sie diese bei allen Arbeiten mit Dämmwolle und wechseln Sie die Maske nach jeder Schicht.

Mineralstaub kann auch die Augen schädigen, tragen Sie bei allen Arbeiten mit mineralischer Dämmwolle eine Vollsichtbrille und Ihre Augen sind geschützt.
 

Schutzmaßnahmen für die Arbeit mit Glaswolle

  1. Greifen Sie auf bereits konfektionierte Dämmung zurück, die Sie nicht mehr zuschneiden müssen
  2. Öffnen Sie die Verpackung der Dämmwolle erst am Arbeitsplatz, um die Kontamination anderer Bereiche zu verhindern
  3. Vermeiden Sie Erschütterungen – Fasern werden frei, wenn das Material geworfen wird oder aus der Höhe herunterfällt
  4. Schneiden Sie das Material auf einer festen Unterlage mit geeignetem Werkzeug, benutzen Sie wenn möglich einen Abzug oder Absauger
  5. Reinigen Sie den Arbeitsplatz nur mit einem Industriesauger Klasse M oder reinigen Sie feucht um Staubaufwirbelungen zu vermeiden
  6. Halten Sie den Arbeitsplatz generell sauber, entsorgen Sie Abfälle in einem verschließbaren Behälter am Arbeitsplatz
  7. Bei staubintensiven Arbeiten im Freien, arbeiten Sie mit dem Rücken zum Wind und achten Sie das keine Personen in der Staubfahne stehen